"Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance."
Steve Jobs
Im Alter von zwanzig Jahren verfasste der Stuttgarter Carlsschüler Friedrich Schiller eine medizinische Dissertation mit dem Titel Über den Unterschied der entzündlichen und faulen Fieber. Darin beschrieb er detailliert den Verlauf einer entzündlichen Lungenkrankheit. Eiter dringe in den Brustraum, und das führe zu "einer tödlichen Brustfellerkrankung; die von Blut und Schleim verstopfte Lunge, unfähig, diese Säfte auszuscheiden, wird den Menschen durch den Erstickungstod... umbringen." Exakt dieser Krankheitsverlauf führte 1805 zum Tod Schillers. 25 Jahre vor seinem Ende hatte er sein eigenes Leiden geschildert.
"Es ist ein ewiges Phänomen: immer findet der gierige Wille ein Mittel, durch eine über die Dinge gebreitete Illusion seine Geschöpfe im Leben festzuhalten und zum Weiterleben zu zwingen. Diesen fesselt die sokratische Lust des Erkennens und der Wahn, durch dasselbe die ewige Wunde des Daseins heilen zu können, jenen umstrickt der vor seinen Augen wehende verführerische Schönheitsschleier der Kunst, jenen wiederum der metaphysische Trost, dass unter dem Wirbel der Erscheinungen das ewige Leben unzerstörbar weiterfliesst: um von den gemeineren und fast noch kräftigeren Illusionen, die der Wille in jedem Augenblick bereithält, zu schweigen. Jene drei Illusionsstufen sind überhaupt nur für die edler ausgestatteten Naturen, von denen die Last und Schwere des Daseins überhaupt mit tieferer Unlust empfunden wird und die durch ausgesuchte Reizmittel über diese Unlust hinwegzutäuschen sind. Aus diesen Reizmitteln besteht alles, was wir Cultur nennen: je nach der Proportion der Mischungen haben wir eine vorzugsweise sokratische oder künstlerische oder tragische Cultur."

