Dienstag, 14. August 2012

Erster Eindruck




"Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance."
Steve Jobs

Samstag, 4. August 2012

Prophetisch

Im Alter von zwanzig Jahren verfasste der Stuttgarter Carlsschüler Friedrich Schiller eine medizinische Dissertation mit dem Titel Über den Unterschied der entzündlichen und faulen Fieber. Darin beschrieb er detailliert den Verlauf einer entzündlichen Lungenkrankheit. Eiter dringe in den Brustraum, und das führe zu "einer tödlichen Brustfellerkrankung; die von Blut und Schleim verstopfte Lunge, unfähig, diese Säfte auszuscheiden, wird den Menschen durch den Erstickungstod... umbringen." Exakt dieser Krankheitsverlauf führte 1805 zum Tod Schillers. 25 Jahre vor seinem Ende hatte er sein eigenes Leiden geschildert.

Freitag, 20. Juli 2012

Spiel

"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."
Friedrich Schiller

Montag, 31. Mai 2010

Überlebenshilfen

"Es ist ein ewiges Phänomen: immer findet der gierige Wille ein Mittel, durch eine über die Dinge gebreitete Illusion seine Geschöpfe im Leben festzuhalten und zum Weiterleben zu zwingen. Diesen fesselt die sokratische Lust des Erkennens und der Wahn, durch dasselbe die ewige Wunde des Daseins heilen zu können, jenen umstrickt der vor seinen Augen wehende verführerische Schönheitsschleier der Kunst, jenen wiederum der metaphysische Trost, dass unter dem Wirbel der Erscheinungen das ewige Leben unzerstörbar weiterfliesst: um von den gemeineren und fast noch kräftigeren Illusionen, die der Wille in jedem Augenblick bereithält, zu schweigen. Jene drei Illusionsstufen sind überhaupt nur für die edler ausgestatteten Naturen, von denen die Last und Schwere des Daseins überhaupt mit tieferer Unlust empfunden wird und die durch ausgesuchte Reizmittel über diese Unlust hinwegzutäuschen sind. Aus diesen Reizmitteln besteht alles, was wir Cultur nennen: je nach der Proportion der Mischungen haben wir eine vorzugsweise sokratische oder künstlerische oder tragische Cultur."
Friedrich Nietzsche


Samstag, 17. April 2010

Vom Kulturwert des Verstehens


"Gegen den großen Irrthum, als ob unsere Zeit (Europa) den höchsten Typus M(ensch) darstelle. Vielmehr: die Renaissance-M(enschen) waren höher, u(nd) die Griechen ebenfalls; ja vielleicht stehen wir ziemlich tief; das "Verstehen" ist kein Zeichen höchster Kraft, sondern einer tüchtigen Ermüdung; die Moralisierung selbst ist eine Decadence".
Friedrich Nietzsche (Notizbucheintrag 1888)

Mittwoch, 14. April 2010

Konsequent



"Mit der deutschen Sprache verbindet mich eine lange Liebe, eine heimliche Vertrautheit, eine tiefe Ehrfurcht! Grund genug, um fast keine Bücher mehr zu lesen, die in dieser Sprache gelesen werden."
Friedrich Nietzsche

Sonntag, 28. März 2010

Dumm


In einer Kritik der Berliner Zeitung über ein Konzert der Popsängerin Peaches lese ich: "Eigentlich wünscht manch einer dem Musicalkönig Andrew Lloyd Webber biblische Plagen an den Hals, sind doch seine Songs aus Cats und Co. musikalischer Süßstoff für Kultur-Diabetiker, das ohrwurmige Pendant zu Degeto-Filmen und Fertignahrung." Scherzhafte Formulierung? Vielleicht. Verräterisch allemal. Was sich in diesem Satz verbirgt, ist leider eine sehr deutsche Haltung. Über Unterhaltung darf man sich hierzulande ungestraft ohne jede Begründung bösartig äußern, denn die ist der allgemeinen Verachtung preisgegeben, selbst von denen, die sie konsumieren. Man wird immer die Lacher auf seiner Seite haben. Auf Andrew Lloyd Webber einzudreschen, ist keine Kulturkritik. Mut gehört nicht dazu. Nur eine Portion Dummheit. Denn die braucht man, um als Zeitungsschreiber die Arbeit eines Komponisten, der uns mehrere Welthits geschenkt hat, gering zu schätzen.